Testzeiten sind das Horoskop des kleinen Mannes

Wer glaubt, dass die Zeitenliste eines Shakedowns in Barcelona mehr Wahrheitsgehalt besitzt als die Steuererklärung eines Multimillionärs, dem ist nicht mehr zu helfen. Wir feiern Lewis Hamilton Lewis Hamilton Voller Name: Sir Lewis Carl Davidson Hamilton Spitznamen: „Hammer“, „Billion Dollar Man“, „King Lewis“ Geburtsdatum: 7. Januar 1985 Geburtsort: Stevenage, Hertfordshire, England Nationalität: Britisch Größe: ca. 1,74 m Startnummer (F1):... für eine 1:16,348, als hätte er gerade den achten Weltmeistertitel im Vorbeigehen eingesackt. Die Realität? Ein „Glory Run“ auf weichen Reifen bei den besten Streckenbedingungen der Woche, während die Konkurrenz vermutlich mit vollen Tanks und gedrosselten Motoren Sandbagging auf olympischem Niveau betrieb. Diese Bestzeiten sind nichts weiter als Beruhigungspillen für die Tifosi und Klicks für die sozialen Medien.

Der Realitätscheck: Schrott oder Schampus?

Lassen wir die Kirche im Dorf. Hier ist, was wir wirklich wissen: Nichts. Die Teams haben uns genau die Informationen gefüttert, die sie freigeben wollten. Mercedes hat 500 Runden abgespult toll, sie haben also einen sehr schnellen Staubsauger gebaut, der nicht kaputtgeht. Aber war er schnell? Wer weiß das schon. Ferrari hat Hamilton für die Galerie glänzen lassen, während Aston Martin und Honda scheinbar noch versuchen herauszufinden, ob man den neuen Motor mit Benzin oder Gebeten füttert.

Was wir aus Barcelona mitnehmen sollten:

  • Hamilton & Ferrari: Die Ehe funktioniert zumindest für die PR-Abteilung.
  • Mercedes: Zuverlässigkeit ist vorhanden, aber Sexappeal sieht anders aus.
  • Audi & Cadillac: Willkommen in der Realität. Aller Anfang ist schwer, besonders wenn man gegen Teams antritt, die seit Jahrzehnten Geld verbrennen.
  • Die Technik: Die Autos sind 4-5 Sekunden langsamer als letztes Jahr. Wir schauen also im Grunde einer sehr teuren Parade beim Üben zu.

Fazit: Warten auf die Wüste

Der Shakedown war ein nettes Vorspiel, aber mehr auch nicht. Die Aero-Pakete, die wirklich zählen, liegen wahrscheinlich noch in den Windkanälen von Brackley und Maranello unter Verschluss. Erst wenn wir im Februar in Bahrain sind und der Wüstensand die Technik wirklich stresst, werden wir sehen, wer nur geblufft hat. Bis dahin: Atmet tief durch, ignoriert die Hamilton-Hysterie und erinnert euch daran, dass man für Testsiege keine Pokale bekommt.

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