Australien
06 – 08.03.2026
China
13 – 15.03.2026
Japan
27 – 29.03.2026
Bahrain
10 – 12.04.2026
Saudi Arabien
17 – 19.04.2026
Miami
01 – 03.05.2026
Kanada
22 – 24.04.2026

Monaco
05 – 07.06.2026
Spanien
12 – 14.06.2026
Österreich
26 – 28.06.2026
England
03 – 05.07.2026
Belgien
17 – 19.07.2026
Ungarn
24 – 26.07.2026
Holland
21 – 23.08.2026
Italien
04 – 06.09.2026
Spanien / Madrid
11 – 13.09.2026
Azerbaijan
24 – 26.09.2026
Singapur
09 – 11.10.2026
USA / Texas
23 – 25.10.2026
Mexiko
30.10 – 01.11.2026
Brasilien
06 – 08.11.2026
USA / Las Vegas
20 – 22.10.2026
Qatar
27 – 29.11.2026

Formel 1 Kalender 2026, 24 Gründe, warum Ihr Sonntag bald noch sinnloser wird.

Regionalisierung ist das neue ‚Ich hab’s versucht‘

Die Formel 1 verkauft uns ihren Rennkalender 2026 als Meisterwerk der Logistik und Nachhaltigkeit. 24 Rennen, um den Planeten zu retten das ist ungefähr so glaubwürdig wie ein Steakhaus, das mit Tierschutz wirbt. Man nennt es ‚Regionalisierung‘: Die Karawane zieht jetzt etwas effizienter von Melbourne (Saisonauftakt am 8. März) nach China und Japan, bevor man im April die Wüsten von Bahrain und Saudi-Arabien beglückt. Dass man immer noch mehr Kerosin verbrennt als eine Kleinstadt in einem Jahrzehnt, verstecken wir einfach hinter dem neuen 50/50-Motor (halb Elektro, halb Verbrenner) und 100 % nachhaltigem Kraftstoff. Aber hey, Hauptsache, das Gewissen fährt mit 300 km/h in die Leitplanke.

Highlights zwischen Tradition und Betonwüste

Während wir uns im September auf das Madrid-Debüt freuen dürfen ein Stadtkurs, weil wir offenbar nicht genug Leitplanken in Europa haben, bangt Barcelona um seine Existenz. Das Finale steigt natürlich wieder am 6. Dezember in Abu Dhabi, wo das Flutlicht die moralischen Grauzonen so schön ausleuchtet. Wer nicht genug vom Kreisverkehr bekommt, kriegt sechs Sprint-Wochenenden serviert: China, Miami, Belgien, Brasilien, Katar und ganz neu im Sprint-Club Kanada. Mehr Content, mehr Reifenverschleiß, mehr Werbezeit. Prost.

Persönliche Anekdote: Als Lärm noch eine Währung war

Ich erinnere mich an Zeiten, als man ein Formel-1-Auto noch drei Kilometer gegen den Wind hörte und danach zwei Tage lang ein Pfeifen im Ohr hatte. Das war ehrlich. Heute diskutieren wir über ‚aktive Aerodynamik‘ mit X-Mode für die Gerade und Z-Mode für die Kurven. Das klingt weniger nach Rennsport und mehr nach einer komplizierten Tastenkombination bei Super Mario Kart. Früher stiegen Männer aus den Autos, die nach Benzin und purer Erschöpfung rochen. 2026 steigen sie aus 30 kg leichteren, kleineren Boliden, die für ‚engere Zweikämpfe auf Stadtkursen‘ optimiert wurden. Wahrscheinlich, damit die Influencer in der ersten Reihe in Miami ihre Champagnergläser nicht verschütten, wenn Audi, Ford (via Red Bull) oder Toyota (via Haas) vorbeisurren.

Kleiner, leichter, aber immer noch ein Größenwahn

Die Formel 1 2026 wird technisch beeindruckend sein, keine Frage. Audi steigt offiziell ein, die Autos werden agiler und der ökologische Fußabdruck wird zumindest so weit geschminkt, dass er auf Instagram gut aussieht. Ob die ‚aktive Aerodynamik‘ und die geschrumpften Maße wirklich für mehr Action sorgen oder ob wir nur 24-mal im Jahr dabei zusehen, wie hochbezahlte Piloten versuchen, im Z-Mode nicht die Orientierung zu verlieren, bleibt abzuwarten. Am Ende werden wir doch alle wieder vor dem Fernseher sitzen zynisch, meckernd, aber fasziniert von diesem absurden, wunderschönen und völlig überladenen Zirkus.

Autor: Sven Eifler

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