Immer wieder wird Lewis Hamilton Lewis Hamilton Voller Name: Sir Lewis Carl Davidson Hamilton Spitznamen: „Hammer“, „Billion Dollar Man“, „King Lewis“ Geburtsdatum: 7. Januar 1985 Geburtsort: Stevenage, Hertfordshire, England Nationalität: Britisch Größe: ca. 1,74 m Startnummer (F1):... als der G.O.A.T. bezeichnet und als bester Fahrer aller Zeiten und Ausnahmetalent und welche glorifizierenden Superlative es sonst noch so gibt, doch stimmt das wirklich?

Wir checken in unserem Artikel und Video einmal die Fakten und schauen unter den Teppich und lassen Fakten und Zahlen sprechen.

Schaut man sich sein erstes Jahr in der Formel 1 an, war das natürlich durchaus beachtenswert. Sein Teamkollege war Fernando Alonso Fernando Alonso Voller Name: Fernando Alonso Díaz Spitznamen: „El Nano“, „Magic Alonso“, „Der Samurai“ Geburtsdatum: 29. Juli 1981 (44 Jahre alt) Geburtsort: Oviedo, Asturien (Spanien) Nationalität: Spanisch Größe: ca. 1,71 m Startnummer... , McLaren war 2007 ein absolutes Top-Team, wenn nicht sogar das Top-Team. Alonso und Hamilton hatten gleich viele Rennen gefahren, gleich viele Punkte und auch gleich viele Siege. Nichtsdestotrotz ist das, natürlich, für Hamiltons Rookie-Saison absolut bemerkenswert. Wobei man dazu sagen muss, dass er ja auch top vorbereitet war. Beide verpassten den Weltmeistertitel um nur einen Punkt.

Platz Fahrer Konstrukteur Punkte
1 Kimi Räikkönen Ferrari 110
2 Lewis Hamilton McLaren-Mercedes 109
3 Fernando Alonso McLaren-Mercedes 109
4 Felipe Massa Ferrari 94
5 Nick Heidfeld BMW Sauber 61
6 Robert Kubica BMW Sauber 39
7 Heikki Kovalainen Renault 30
8 Giancarlo Fisichella Renault 21
9 Nico Rosberg Williams-Toyota 20
10 David Coulthard Red Bull-Renault 14

Wir alle erinnern uns natürlich noch an die Saison 2008, die war durchaus ein Krimi, Timo Glock hat die letzte Kurve versaubeutelt, und Hamilton wurde Weltmeister, während Massa schon seinen Titel gefeiert hat. In diesem Jahr hatten wir auch Crashgate, was ja aktuell, wie ja sicherlich alle wissen, vor Gericht ist. Meiner Meinung nach, hat Massa da schon irgendwo einen Punkt, allerdings muss man dazu sagen, nach so vielen Jahren damit ankommen ist schon lächerlich.
Also, nichtsdestotrotz, 2008 der Titel geht klar an Hamilton und auch verdient.

Platz Fahrer Konstrukteur Punkte
1 Lewis Hamilton McLaren-Mercedes 98
2 Felipe Massa Ferrari 97
3 Kimi Räikkönen Ferrari 75
4 Robert Kubica BMW Sauber 75
5 Fernando Alonso Renault 61
6 Nick Heidfeld BMW Sauber 60
7 Heikki Kovalainen McLaren-Mercedes 53
8 Sebastian Vettel Toro Rosso-Ferrari 35
9 Jarno Trulli Toyota 31
10 Timo Glock Toyota 25

2009 war das Jahr von Brawn GP und danach hatten wir die Vettel Ära 4 WM Titel in folge.

2014 die Regeländerung und die absolute Mercedes Dominanz

Brixworth trifft Brackley

Mercedes profitierte massiv davon, dass das Motorenwerk (High Performance Powertrains in Brixworth) und das Chassis-Team (Mercedes-AMG F1 in Brackley) perfekt verzahnt waren.

„Wir haben das Auto um den Motor herum gebaut, während andere Teams versuchen mussten, einen fremden Motor in ihr Chassis zu quetschen.“ Ein oft zitierter Grund für den Erfolg der Werksmannschaften.

3. Der Zeitvorteil (Early Start)

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Mercedes bereits 2011, also drei Jahre vor der Regeländerung, massiv Ressourcen in die Hybrid-Entwicklung steckte. Während Red Bull noch damit beschäftigt war, Titel mit dem V8 zu sammeln, konzentrierte sich Mercedes bereits auf die Zukunft.

Das „Token-System“ (Die Falle für die Konkurrenz)

Zu Beginn der Hybrid-Ära gab es ein sogenanntes Token-System, das die Weiterentwicklung der Motoren während der Saison stark einschränkte. Mercedes musste seinen Vorsprung nur verwalten, während die Konkurrenz gegen eine Wand aus Regeln lief. Da Mercedes 2014 mit einem perfekten Motor startete, konnten die anderen (Ferrari, Renault und später Honda) kaum aufholen, weil ihnen die „Token“ fehlten, um das grundlegende Design ihres Motors zu ändern.

Man kann sagen: Der Vorsprung von Mercedes zum Start der Hybrid-Ära 2014 war schockierend.


Der Leistungs-Gap in Zahlen (Schätzungen für 2014)

Zu Beginn der Saison 2014 sah der Vergleich der gesamten Systemleistung (V6-Verbrenner + Elektro-Boost) in etwa so aus:

  • Mercedes: ca. 830–850 PS
  • Ferrari: ca. 750–780 PS (Lücke: ~70–80 PS)
  • Renault: ca. 730–760 PS (Lücke: ~90–100 PS)

Warum das auf der Strecke so extrem war

Ein Unterschied von 80 bis 100 PS ist in der Formel 1 eine Weltmacht. Um das einzuordnen:

  1. Zeitgewinn: Man rechnet grob, dass 10 PS auf einer durchschnittlichen Strecke etwa 0,15 bis 0,2 Sekunden pro Runde bringen. Mercedes hatte also allein durch den Motor einen Vorteil von über einer Sekunde pro Runde.
  2. Drivability: Der Mercedes-Motor war nicht nur stärker, sondern auch fahrbarer. Die Kraftentfaltung war linearer, was die Reifen schonte und den Fahrern (Hamilton/Rosberg) erlaubte, früher am Kurvenausgang aufs Gas zu gehen.
  3. Thermische Effizienz: Mercedes erreichte als erstes Team eine thermische Effizienz von über 40 % (später sogar über 50 %). Das hieß: Mehr Leistung bei gleichem Benzinverbrauch oder weniger Benzin an Bord für die gleiche Leistung (Gewichtsvorteil!).

Der legendäre „Party Mode“

Ab 2014 (und besonders extrem bis 2020) hatte Mercedes den sogenannten „Strat 2“-Modus, von der Konkurrenz ehrfürchtig „Party Mode“ genannt.

Für das Qualifying konnten sie kurzzeitig die elektrische Energie und das Gemisch so aggressiv einstellen, dass sie noch einmal 30–50 PS extra mobilisierten. Das war der Grund, warum Hamilton oft im Q3 plötzlich eine halbe Sekunde schneller war als alle anderen, obwohl es im Training noch eng aussah.

Die Entwicklung bis heute

2014-2016: Mercedes war einsam an der Spitze.

2017-2019: Ferrari schloss die Lücke (und überholte Mercedes 2019 kurzzeitig mit einem sehr umstrittenen Motor-Design).

2021: Honda (Red Bull) zog schließlich gleich und knackte mit Mercedes die magische Grenze von 1.000 PS Gesamtsystemleistung.


Fun Fact: Der Vorsprung war 2014 so groß, dass Mercedes laut Insidern absichtlich nicht mit voller Leistung fuhr, um die FIA nicht zu radikalen Regeländerungen zu zwingen, die ihre Dominanz beschnitten hätten.

Zurück zu Hamilton

Nun kennen wir die Basis für Hamilton sein Erfolg, jetzt schauen wir uns Zahlen und Fakten an. Fangen wir bei seinen Teamkollegen an. Bis 2016 fuhr Nico Roßberg mit ihm um die Wette, wie wir alle wissen hat Nico 2016 als WM seinen Hut genommen und Hamilton bekam Bottas als Teamkollege. Aus Insiderkreisen ist bekannt das Toto Wolff Sebastian Vettel bei Mercedes verhindert hat, dass lassen wir jetzt einfach mal so im Raum stehen.

Jahr Punkte Hamilton Teamkollege Punkte Kollege Duell-Sieger
2014 384 Nico Rosberg 317 Hamilton
2015 381 Nico Rosberg 322 Hamilton
2016 380 Nico Rosberg 385 Rosberg
2017 363 Valtteri Bottas Valtteri Bottas Voller Name: Valtteri Viktor Bottas Spitznamen: „The Flying Finn“, „Porridge Boss“ (wegen seiner Liebe zu Haferbrei), im Internet oft humorvoll „Bottass“ (wegen seiner Freizügigkeit) Geburtsdatum: 28. August 1989 Geburtsort: Nastola,... 305 Hamilton
2018 408 Valtteri Bottas 247 Hamilton
2019 413 Valtteri Bottas 326 Hamilton
2020 347 Valtteri Bottas 223 Hamilton
2021 387,5 Valtteri Bottas 226 Hamilton

Die Punktetabelle sagt doch klar aus warum man Bottas geholt hat und die folgende Tabelle das mit dem Mercedes selbst Bottas zweifacher WM wäre.

Saison Originaler Champion Champion ohne Hamilton Team Punkte
2014 Hamilton Nico Rosberg Mercedes 317
2015 Hamilton Nico Rosberg Mercedes 322
2017 Hamilton Sebastian Vettel Ferrari 317
2018 Hamilton Sebastian Vettel Ferrari 320
2019 Hamilton Valtteri Bottas Mercedes 326
2020 Hamilton Valtteri Bottas Mercedes 223
2021 Verstappen Max Verstappen Max Verstappen Voller Name: Max Emilian Verstappen Spitznamen: „Mad Max“ (früher), „Super Max“, „The Lion“ (wegen seines Helmdesigns und Logos) Geburtsdatum: 30. September 1997 Geburtsort: Hasselt, Belgien Nationalität: Niederländisch (fährt unter niederländischer... Red Bull 395,5

2021 war ein absolut krasses Jahr und böse Zungen würde hier von Karma sprechen.

Die Vergleichstabelle für die Schumacherjahre.

Saison Originaler Champion Champion ohne Schumi Team Punkte
1994 Schumacher Damon Hill Williams-Renault 91
1995 Schumacher Damon Hill Williams-Renault 69
2000 Schumacher Mika Häkkinen McLaren-Mercedes 89
2001 Schumacher David Coulthard McLaren-Mercedes 65
2002 Schumacher Rubens Barrichello Ferrari 77
2003 Schumacher Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes 91
2004 Schumacher Rubens Barrichello Ferrari 114

G.O.A.T. vs. Rekordweltmeister

Natürlich wird Hamilton immer mit Schumacher verglichen, beide 7 WM, da liegt dieser Vergleich nahe.

In dem folgenden Abschnitt schauen wir uns die 7 WM Titel des jeweiligen Protagonisten einmal genau an und schauen ob hier Äpfel mit Birnen verglichen werden.

Rennanzahl

116 Rennen hatte Schumacher für seine 7 WM Titel gebraucht, Hamilton hatte dafür 134 Rennen Zeit, was eine Differenz von 18 Rennen aus macht. Also eine komplette Saison in der Ära Schumacher.

Statistik Michael Schumacher Lewis Hamilton
Benötigte Rennen für 7 Titel 116 Rennen 134 Rennen
Differenz 18 Rennen
Kontext der Differenz Entspricht ca. 1 kompletten Saison (Ära Schumacher)

Die Siegquote

Die Quote in den 7 WM-Jahren

Michael Schumacher: 56,0 % Siegquote (65 Siege in 116 Starts)

Lewis Hamilton: 50,7 % Siegquote (68 Siege in 134 Starts)

Hier eine ausführliche Statistik

DNF´s / Ausfälle

Michael Schumacher: 15 Ausfälle (bei 116 Starts)

Lewis Hamilton: 6 Ausfälle (bei 134 Starts)

Die Punkteinflation!

Michael Schumacher: 810 Punkte

Lewis Hamilton: 2394 Punkte

Das Fazit

Nach dem wir nun die 3 wichtigsten Punkte beleuchtet haben, woraus eindeutig hervorgeht das Hamilton klar nur von der Anzahl der Rennen pro Saison, der Punkteinflation und der besseren Haltbarkeit in der F1 als Rekordweltmeister, G.O.A.T. oder welche Superlativ man auch finden mag, als Rekordhalter in X Kategorien geführt wird.

Nimmt man aber noch den Fakt Teamkollege dazu wird eindeutig wo von Hamilton profitiert hat, von dem starken Mercedes ab 2014.

Paradox!

So nun ist für viel Hamilton dennoch der Meister aller Klassen, dann tut sich aber mir die Frage auf, was ist dann Roßberg, Russel und Leclerc, die ihn mindestens einmal im selben Team geschlagen haben, welche Superlative muss man dann für diese 3 Herren erfinden?

Seit 2022 sieht man sein wahres Können.

Nun haben wir 2025 immer wieder von allen „Experten“ gehört ja das Team wechseln ist nicht so einfach und das braucht seine Zeit, by the Way bei Zunoda, Sainz und anderen war man nicht so geduldig.

Aber hat nicht genau Hamilton sein ehemaliger Teamkollege George Russel im Jahr 2022 gezeigt das man durchaus das Team wechseln kann und den angeblich besten Fahrer aller Zeiten schlagen kann?

Jahr Punkte Hamilton Punkte Russell Duell-Sieger
2022 240 275 Russell
2023 234 175 Hamilton
2024 190 192 Russell

Für alle die mit offenen Augen und klarem Kopf durch die Welt gehen ist klar Hamilton hatte nur das Glück das er im richtigen Auto saß sonst wäre er ein Mittelfeldfahrer wie viele andere.

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